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Geschichte


Mit archäologischen Funden ist belegt, dass sich auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Herzsprung bereits vom 2. bis zum 5. Jh. eine germanische Siedlung befand.


1281      wird der Ort erstmalig urkundlich erwähnt.
             Im Niederdeutschen wird der Ortsname Herzsprung als "Ort, wo der Hirsch zur Quelle geht" gedeutet.
Über die Namensgebung des Ortes berichtet eine Sage: 
"Ein Bursche aus Angermünde liebte ein Mädchen. Dieses aber war eitel und herzlos. Ihr träumte nun einst. Sie bleibe immer jung und schön, ja sie werde sogar noch schöner, wenn sie in ihrer Truhe das Herz jener Frau aufbewahren würde, welche den Burschen, den sie liebte, geboren hatte. Und sie sprach zu dem Burschen: "Gehe in dein Dorf, morde deine Mutter, reiß ihr das Herz aus
dem Leibe und bringe es mir!"
Zuerst floh der Bursche entsetzt, aber er konnte nicht von ihr lassen. Sie
dagegen setzte ihm weiter zu. Verzweifelt irrte er den Tag über umher und als
es dunkel geworden ,....tat der Bursche, wie ihm sein Mädchen geheißen. Als
er in der Dunkelheit mit dem Mutterherzen zu seinem Mädchen lief, stolperte 
er und fiel .... Das Dorf aber, wo dieses geschah, soll man danach Herzsprung
geheißen haben."

1299-1346 Landteile von Herzsprung fallen an das Kloster Chorin. Nach und
                nach erhält das Kloster Chorin von den Markgrafen Otto IV.,
                Woldemar und Christoph von Schneitlingen alle Ländereien des
                Ortes.
1375         Im Landbuch Karls des IV. ist das ganze Dorf mit 64 Hufen Eigentum
                des Klosters Chorin.
1451         Als Eigentümer von Herzsprung ist im Landschossregister das Kloster
                Chorin eingetragen.
1542         Nach Aufhebung des Klosters Chorin wird Herzsprung an das
                Domänenamt Chorin überführt.
1618-1648 Der Dreißigjährige Krieg brachte eine Hungersnot und die Pest,
                nur noch 2 - 3 Einwohner lebten im Ort.
1652-1685 Ansiedlung von 5 lutherischen holländischen Familien samt Prediger
                und 4 - 5 französischen Familien.
1694         wird erstmals von einer Schule berichtet.
1774-1805 In Herzsprung leben ca. 160 Menschen. Mit den Kolonisten wächst die
                Einwohnerzahl auf 213.
1806         Auf der Flucht vor den napoleonischen Truppen machte Königin Luise von Preußen auf dem Weg nach Königsberg Rast in der Nähe  von Herzsprung (Gottesberge).
1817         Herzsprung wird von der Kreisstadt Angermünde verwaltet.
1872         Die Schule wurde zeitweise wegen Pockengefahr geschlossen.
1888         Rosinenberg und Augustenfelde - heute Gemeindeteile - werden im
                "Gemeindelexikon" erwähnt.
1895         Herzsprung erhält eine Bahnstation an der Strecke Berlin - Stettin.
1908         Gründung eines Kriegervereins. Die Fahnenweihe fand am 7.9.1913
                statt. Ab dem 1.6.1925 gehören die 56 Krieger- und Militärbegräbnis-
                vereine zum Kriegsgräberverband Angermünde.


1914-1918 14 Söhne und Väter kehrten aus dem 1. Weltkrieg nicht mehr in ihr Heimatdorf zurück. Ein Kriegerdenkmal in der Ortsmitte und eine vom Kriegerverein gestiftete Gedenktafel in der Kirche erinnern daran.







1931         Die Gemeinde Herzsprung mit einer Größe von 869,1 ha hat 353
                Einwohner.
1944         Bau einer U-Boot-Leitzentrale mit einer ober- und unterirdischen
                Bunkeranlage für Kurzwellensender "Marinefunkstation".